ANTON AND THE HEADCLEANERS 


& GRÜNES BLATT

„Unit Records Night“

URBAN CROSSOVER

Freitag, 3. Februar, 20:00 Uhr

 
Unter dem Titel „Unit Records Night“ stellt das Schweizer Label Unit Records mit „Anton and the Headcleaners“ sowie „Grünes Blatt“ zwei sensationelle Bands aus der Schweiz im KiK vor. Unit Records, 1983 gegründet, ist ein in der Musik-Szene fest verankertes Label, das Schweizer und internationale Musikproduktionen weltweit fördert und bekannt macht. Dabei gelingt es Unit Records immer wieder, die internationalen Karrieren zahlreicher Künstler entscheidend zu lancieren. www.unitrecords.com 

Die Headcleaners feiern auf der Bühne eine musikalische Orgie, bei der sich messerscharfe Unisono-Themen über Kollektiv-Improvisationen in Groove-Explosionen entladen. In den Kompositionen des mit allen Wassern gewaschenen Gitarrenvirtuosen Anton Brüschweiler spiegeln sich Elemente aus Urban Crossover, Free-Funk, Trash-Rock, Drum`n`Bass und Avantgarde. 1998 ist die CD „Mess Age“ erschienen und die hat mittlerweile Kultcharakter erreicht. Motiviert durch die unglaubliche Resonanz, welche die CD ausgelöst hat und die stetige Nachfrage seitens der Fangemeinde, beschlossen die Musiker, dieses Projekt wieder aufzunehmen. Im Juli 2011 ist die Nachfolge-CD „Rotor“ erschienen. Frei nach dem Motto „Genug ist nicht genug“ werden gleich zwei Bassisten die Liebhaber der tiefen Frequenzen bedienen. www.headcleaners.ch 

Die Band wartet mit einem Line–up der Spitzenklasse auf: Anton Brüschweiler– Guitars, Compositions; Sam Mösching – Bass; Tom Gasser– Bass; Ephrem Lüchinger – Keyboards; Rico Baumann – Drums 

„Foaie Verde“, Grünes Blatt – so beginnen viele rumänische Volkslieder, deren Text sich oft nicht an Personen, sondern an die Natur richtet. Die rumänische Volksmusik ist auch ein zentrales Element dieses hervorragenden Quintetts um den Kontrabassisten Dominique Girod. Die Band sucht jedoch bewusst nach einem neuen Umgang mit diesem archaischen Volksgut, nach dem Klang, der dieses auch mit eigenen Lyrikvertonungen zu einer Einheit zu verschmelzen mag. Verschiedenste musikalische Situationen werden ausgelotet, um die Lieder immer wieder neu zu instrumentieren. „Grünes Blatt“ sucht dabei die Extreme, um sie aber in sich zu vereinen: das Elementare und Schlichte mit dem Ausgefeilten, das kompositorisch Festgelegte mit dem völlig frei Improvisierten, das Heftige und Raue mit dem Zarten, das Traditionelle mit dem Neuen. www.gruenesblatt.ch 

„Grünes Blatt“ sind: Irina Ungureanu – Vocals; Vera Kappeler – Piano; Dominique Girod – Bass; Matthias Spillmann – Trumpet; Urs Vögeli – Guitar 



Eintritt: 15,- €

 


I STANGL

„Es gilt die Ungustlvermutung”

KABARETT

Freitag, 10. Februar, 20:00 Uhr

I Stangl hat sich der Ungustlforschung und der angewandten Schwachsinnistik zugewandt. Dieses Programm ist seine Diplomarbeit, ein hundertprozentiges Plagiat der Realität. Mit unzähligen Exponaten illustriert er den Siegeszug der Idioten. Denn was die Kärntner Tageszeitung schon vor Jahren tatsächlich titelte, ist eingetreten: „Verblödungsviren bedrohen die Menschheit!“. Kabarettist I Stangl lädt sich auch gern Gäste ein. So auch für dieses Programm, das den Titel „Es gilt die Ungustlvermutung“ trägt. Special Guests: Der GröZaZ (Größter Zahntechniker aller Zeiten), so genannte Naturtrotteln aus Politik und Fernsehen, das Horror-Regierungsteam 2013 und viele Vertreter des Alltagsdodeltums.

Pressestimmen: „Stürme der Begeisterung. Unvergesslich!“ (Der Standard); „Intelligentes Kabarett vom Feinsten.“ (Wiener Zeitung); „Ein Meister des höheren Blödsinns.“ (oe1.orf.at); „Ein Watschentanz. Goscherte wie ihn braucht dieses Land.“ (Österreich) Stangl ist ein feixender Giftzwerg der mit Schadenfreude um sich spritzt und die Abgründe eines Humors freilegt, bei dem Witz und Bosheit eng beieinander liegen. (Kurier)

Mit bislang 20 Soloprogrammen gastierte I Stangl von Berlin bis Bozen, von Basel bis Bildein, holte sich den Salzburger Stier und den Österreichischen Kleinkunstpreis. Urlaub ist für den Stangl dabei zum Fremdwort geworden, denn er legte in 3 Jahren 3 Programme vor, half Mike Supancic dessen „Traumschiff“ auf die Bühne zu bringen und machte den Endschliff bei Thomas Stipsits „Bauernschach“.



Eintritt: 20,- €


JOSEF HASLINGER

„Jáchymov”
LESUNG

Dienstag, 14. Februar, 20:00 Uhr

Dass im berühmten k. und k. Kurort und Silberbergbauzentrum St. Joachimsthal/Jáchymov nicht nur Heilung von Krankheiten ermöglicht wurde, sondern beim Uranabbau auch viele Menschenleben vernichtet wurden, das interessiert Josef Haslinger in seinem jüngsten Roman mit dem Titel „Jáchymov“. Bohumil Modry war Torwart einer der erfolgreichsten Eishockeymannschaften, die seit den dreißiger Jahren kanadisches Eishockey spielte; 1949 wurden die Spieler in Schweden noch einmal Weltmeister und als Helden gefeiert, Modry verließ danach die Mannschaft. 1950 wurde jedoch das gesamte Team zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt und erst fünf Jahre später amnestiert. Zu spät für Modry, der die Höchststrafe von fünfzehn Jahren erhalten hatte. Ein Jahr musste er in den Arbeitslagern von Jáchymov, in denen mehr als 10.000 Häftlinge beschäftigt waren, mit bloßen Händen Uranerz verladen und wurde dabei so schwer verstrahlt, dass er wie viele andere einige Jahre später qualvoll an den Folgen der Verstrahlung starb. Josef Haslinger nützt die Möglichkeiten der Literatur, um sich mit den dunklen Seiten des Stalinismus auseinanderzusetzen. Mit „Jáchymov“ gelingt ihm ein beeindruckender Familienroman, der zeigt, wie die Tragödie des Vaters eine Tochter ein Leben lang begleitet.

Josef Haslinger, geboren 1955 in Zwettl, zählt zu den produktivsten und engagiertesten österreichischen Schriftstellern der Gegenwart. Seine Romane und Essays erreichten mit einer Mischung aus politischer Brisanz und literarischem Anspruch ein breites Publikum. Nach dem Studium der Philosophie, Theaterwissenschaft und Germanistik in Wien promovierte Haslinger 1980. Neben Lehraufträgen an Universitäten in Kassel, Innsbruck und Wien engagierte er sich u.a. als Mitbegründer der antirassistischen Plattform SOS Mitmensch und als Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Wespennest. Dem Publikum war Haslinger bis zum Erscheinen seines ersten Romans „Opernball“ vor allem durch seine zahlreichen prämierten Essays bekannt. Sein zweiter Roman mit dem Titel „Das Vaterspiel“ erschien im Jahr 2000. Er erhielt zahlreiche Preise, u.a. den Preis der Stadt Wien und den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels. Zuletzt erschienen im S. Fischer Verlag sein Bericht „Phi Phi Island“ (2007) und der Roman „Jáchymov“ (2011), für den er mit dem Rheingau-Literaturpreis 2011 ausgezeichnet wurde. Josef Haslinger lebt und arbeitet in Wien und Leipzig.

In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Thalia Ried



Eintritt: 8,- €


KLEZMER RELOADED

„Mazel Funky Tov“

KLEZMER/SALSA/BALKAN

Freitag, 17. Februar, 20:00 Uhr

  

In den vier Jahren seit das Duo Klezmer Reloaded, Alexander Shevchenko und Maciej Golebiowski, beim KlezMORE Festival 2008 seine Premiere feierte, ist diese außergewöhnliche musikalische Wahlverwandschaft der beiden überzeugten europäischen Wiener zu einer fixen Größe (nicht nur) der Wiener Musikwelt geworden. Zuletzt sorgten ihre Mahler-Bearbeitungen (Mahler Reloaded mit der Sängerin Agnes Palmisano) für Begeisterung. Im KiK in Ried bitten Klezmer Reloaded, für dieses Programm luxuriös erweitert, zusätzlich den Bassisten Christoph Petschina und den umtriebigen Überzeugungsrhythmiker Peter Rosmanith auf die Bühne. Solcherart „extended“ vermischen sie ihre tiefgehende, launige Aneignung des Klezmer maximal spielwitzig mit gehörigen Prisen musikalischem Freigeist, würzen mit Salsa und einem Schlenker Tango und lassen als traumwandlerisch eingespieltes Musiker-Kollektiv instrumental virtuos Klezmer als das glänzen und wirken, was er von jeher war und immer sein wird: eine wunderbare Musik, die unweigerlich alle Menschen anrührt, die bereit sind sich auf sie einzulassen. (Rainer Krispel)
Jüdische Musik aus dem Osten und Südosten Europas, vermischt mit Salsa, Tango und mehr - ist der Musikstil, in dem noch der fröhlichste Tanz mit einer Träne im Auge gespielt werden darf. Mit Klezmer Reloaded – Extended wird die Oberfläche der jüdischen Songs & Dances angekratzt, aufgeraut und manchmal entfernt: Klezmer, bis auf die Matrix hin überprüft. Mit ungeheurer Leichtigkeit bringen die vier Musiker ihre Virtuosität zum Klingen. Ihre sympathische und humorvolle unernste Bühnenpräsenz öffnet dem Publikum die Tür zu neuen Klängen. Maciej Golebiowski und Aleksander Shevchenko sind als Duo schon souveräne Großmeister der "art of klezmer", im Quartett fliegen erst recht die musikalischen Funken! www.peter-rosmanith.at

Line Up: Alexander Shevchenko – Akkordeon; Maciej Golebiowski – Klarinetten, Duduk; Christoph Petschina – Bässe; Peter Rosmanith – Perkussion



Eintritt: 17,- € 



HARRY AHAMER & BAND

„ZUWA“ CD-Präsentation des zweiten Mundartalbums


BLUES/SOUL/ROCK`N`ROLL


Samstag, 25. Februar, 20:00 Uhr




Bereits mit seinem ersten, 2009 erschienenen Mundartalbum „Steh Auf“ hinterließ der Vöcklabrucker Singer/Songwriter Harry Ahamer den Österreicherinnen und Österreichern etliche Songs mit Kultcharakter und füllte im März 2009 bei der Präsentation des Albums das KiK bis auf den letzten Platz.  Nun dürfen seine Fans auf das neue, zweite Mundartalbum mit dem Titel „ZUWA“ gespannt sein. Sein Name steht seit mehr als 20 Jahren für beste, handgemachte Musik. Das Besondere auch an diesem Album: Mundarttexte und Musik aus der Feder des vielseitigen Künstlers. Texte, so schön, so hart und so heftig wie das Leben selbst – besonders das Leben eines Zeitgenossen, der seit vielen Jahren seine Musik liebt und lebt. Spürbar, nachvollziehbar und geprägt von der unverwechselbaren, rauchigen Stimme eines Frontman, der versteht, all das zu transportieren, was bereits viel zu lange viel zu kurz kommt – Wärme, Gefühl und Ehrlichkeit. Dass der stimmgewaltige Sideman und Gitarrist des Hot Pants Road Club in nahezu allen Stilrichtungen populärer Musik zu Hause ist, wissen viele seiner Fans seit langem. Im Rahmen seiner CD-Release-Tour 2012, die ihn quer durch Österreich führen wird, gastiert Harry Ahamer mit seiner Band wiederum im KiK. Blues, Funk, Soul, Rock`n`Roll und Fingerpicking mit Mundarttexten, die unter die Haut gehen, getragen von einer Band, die keine Wünsche offen lässt. www.harryahamer.at

Auch diesmal wieder mit großem Besteck: Harry Ahamer – Gitarren, Gesang, Bluesharp, Songwriting; Matt Baumann – Bass; Markus Marageter – Piano, Orgel, Keyboards; Christian Lettner – Schlagzeug; Diana Jirkuff – Gesang, Percussion; Andreas See – Saxophon; Pepi Burchartz – Trompete; Werner Wurm – Posaune



Eintritt: 18,- € 



MARIANNE ACH & 

FRANZ XAVER HOFER

„Ein Tisch ein Stuhl ein Bett“/„Leo“

LESUNG & MUSIK

Dienstag, 28. Februar, 20:00 Uhr


 

Die in Eslarn an der bayerisch-tschechischen Grenze geborene Schriftstellerin Marianne Ach, „hat eine eigene unverwechselbare Ausdrucksweise gefunden, die einen sowohl beim Lesen als auch beim Zuhören in den Bann zieht. Die Enge der Dorfheimat wurde gleichsam zum Stilmittel" (Süddeutsche Zeitung, Hans Kratzer) Marianne Ach wird aus ihrem neuesten Buch „Ein Tisch ein Stuhl ein Bett“ lesen. www.marianne-ach.de

„Der oberösterreichische Schriftsteller Franz Xaver Hofer ist eine bemerkenswerte Erscheinung, auch wenn er sich ungern bemerkbar macht. Still, nachdenklich, zur Freundschaft begabt, sozial empfindsam, mit wachen Sinnen und einem immensen Kunstverständnis ausgestattet, gibt er gemeinsam mit seiner Frau, der Malerin Helga Hofer, und wechselnden Gefährten seit Langem die Zeitschrift „Landstrich“ heraus, die sich mit ihren Themenheften allen Moden widersetzt und Widersetzlichen ein Forum bietet. Er kümmert sich nicht um das eigene, sondern um das Fortkommen anderer. Manches an Hofers Werk erinnert mich an die Prosaarbeiten des jungen Reinhard Kaiser-Mühlecker: die Bedächtigkeit, die der Suche nach Genauigkeit geschuldet ist, die sanfte Hinwendung zu Personen, Gegenständen, Vorgängen der Natur, die ungeglättete Sprache, der Verzicht auf literarische Effekte. Hofers Gedichte sind fast immer Aufzeichnungen, die aber nicht die Sicht auf die Umgebung verstellen. „Das Ich im Freien“, der Titel seiner vorletzten Buchveröffentlichung, könnte auch über der neuen Sammlung stehen, den Beobachtungen eines Wanderers, der über Jahre festhält, was ihm auf seinen Streifzügen unterkommt. Im Mittelpunkt steht sein Begleiter, der Hund Leo“ (Erich Hackl, Die Presse)
In seinem aktuellen Buch „Leo“ spaziert der Schärdinger Autor noch einmal mit seinem Hund durch die gemeinsamen Jahre.

Musikalisch begleitet werden Marianne Ach und Franz Xaver Hofer an diesem Abend von Hermann Linecker (Akkordeon) und Josef Kili (Saxophon)

In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Thalia Ried


Eintritt: 8,- €