Bruendlinger-Jirkuff-Project plays the music of Jimi Hendrix, Beatles, Deep Purple, Led Zeppelin…
– Blues & 60er/70er-Jahre Rock/Pop
Anlässlich des 40sten Todestages (18-09-70) von Jimi Hendrix wagt sich der begnadete Gitarrist Wolfgang Bründlinger (Ennio Morricone, Marianne Faithfull, Angelo Branduardi, Jose Feliciano…) mit seiner kongenialen Partnerin Diana Jirkuff (vocals) und einer groovigen Band an die Songs des 1970 verstorbenen Großmeisters der elektrischen Gitarre. Zudem stellt sich Wolfgang Bründlinger die Frage: Wie hätte es geklungen, wenn Hendrix einmal Beatles, Rolling Stones, Cream oder Led Zeppelin Songs gespielt hätte? So hat Bründlinger aus dieser Zeit jede Menge Riffs und Zitate gesammelt, gefiltert, gemischt, wieder neu zusammengesetzt und liebäugelt dabei mit Blues-, Rock-, Funk- und Soulelementen. Ein Tribut an die musikalische Kraft dieser Zeit.
www.bruendlinger.com
Line up: Wolfgang Bründlinger – guitars; Diana Jirkuff – vocals; Fanti Boukal – bass; Ewald Zach – drums; Martin Gasselsberger – piano
Eva Rossmann – „Evelyns Fall“ (Lesung)
Mira Valensky ist keine klassische Heldin. Eigentlich wäre die Wiener Journalistin ja für das bequeme Leben. Sie kocht und isst gern, sie liebt ihre Schildpattkatze Gismo und natürlich auch Oskar. Aber Mira ist neugierig. Gerade dann, wenn alle wegschauen, schaut sie hin. Dass Recht und Gerechtigkeit nicht immer dasselbe sind, weiß die gelernte Juristin. Sie glaubt, dass sich nicht einmal Gerechtigkeit so einfach definieren lässt. Und doch will sie der Wahrheit näher kommen. Im bunten Leben zwischen Schuld und Unschuld und den vielen Facetten dazwischen unterscheiden. Unterstützt wird sie in allen Kriminalromanen von Vesna Krajner, ihrer bosnisch stämmigen Putzfrau und Freundin. Beide Frauen haben im Lauf der Romane übrigens Karriere gemacht: Mira wurde von der Lifestyle-Journalistin zur Chefreporterin des „Magazin“. Vesna hat endlich die österreichische Staatsbürgerschaft bekommen, eigentlich wollte sie ja eine Privatdetektei aufmachen, aber weil das nicht so einfach geht, hat sie ein Reinigungsunternehmen gegründet – und so ganz nebenbei gibt es ein Telefon für Spezialaufträge …
Im KiK liest Eva Rossmann aus ihrem brandneuen 12. Mira-Valensky-Krimi: „Evelyns Fall“
Evelyn Maier, 42, Sozialhilfeempfängerin. Ihr Tod interessiert die Behörden nicht. Nur ihre Tochter Céline glaubt nicht an einen Unfall. Die Wiener Journalistin Mira Valensky und ihre bosnisch stämmige Freundin Vesna Krajner gehen den Spuren ihres Lebens nach, und es wird klar: Auch Evelyn war einmal jung und schön und voller Hoffnung – bis ein schreckliches Ereignis alles verändert hat. Bald geht es Mira um viel mehr als darum, den Mordfall zu klären: Sie will Gerechtigkeit für eine Außenseiterin.
1962 in Graz geboren; lebt im Weinviertel. Zuerst Verfassungsjuristin im Bundeskanzleramt, dann politische Journalistin, seit 1994 freie Autorin. 1997 Mitinitiatorin des österreichischen FrauenVolksBegehrens. 2000 „Kommunikatorin des Jahres“. Seit den Recherchen zu ihrem Krimi „Ausgekocht“ auch Köchin in Buchingers Gasthaus „Zur Alten Schule“. Drehbuchautorin (Soko Kitzbühel), Moderatorin der ORF-Diskussionssendung “Club 2″. Zahlreiche Sachbücher, seit 1999 jedes Jahr ein Kriminalroman rund um die Wiener Journalistin Mira Valensky und ihre bosnisch stämmige Putzfrau und Freundin Vesna Krajner. Hardcover Folio-Verlag, Taschenbücher und Hörbücher Lübbe. Dazu das Kochbuch zur Krimiserie: „Mira kocht“ (2007). www.evarossmann.at
Lovely Rita Recovers The Beatles – „Strolling Along Abbey Road“
Die Musik der Beatles ist eine nicht versiegende Inspirationsquelle für die Band Lovely Rita.
Von „I Wanna Be Your Man“ auf der ersten Lovely Rita CD (1992) bis „Fool On The Hill“ auf dem letzten Pop-Album (Levitation 2005) spannt sich der Bogen außergewöhnlicher Bearbeitungen.
Auf „Strolling Along The Abbey Road“ zieht Lovely Rita die Essenz aus dieser langjährigen Beschäftigung mit der Musik der Fab Four. Ein Weiterdenken der Studioarbeit der Beatles aus den späten 60iger Jahren mit heutigen technischen Mitteln und eine Verbindung ihrer Melodik und Harmonik mit „afrikanischer“ Polyrhythmik und zeitgenössischen Kompositionstechniken war und ist ein Hauptanliegen von Lovely Rita. Mit einem hochkarätigen Bläsersatz und einer elektrifizierten Rhythmusgruppe hat sich Lovely Rita für dieses Programm erweitert und bietet einen abwechslungsreichen und intensiven Konzertabend nicht nur für Beatles-Fans. Die geniale Produktion, die am 11. Oktober im Rahmen eines 3-tägigen Beatles-Festivals im Porgy & Bess in Wien präsentiert wird, gibt’s vier Tage später im KiK zu hören. www.lovelyrita.org
Line up: Anne Marie Fuerthauer – vocals, images; Martin Stepanik – pianoforte, electronic wirement, vocals; Christian Kronreif – tenorsax; Gernot Haslauer – trumpet; Fabian Rucker – altosax; Andi Tausch – guitar; Gerald Kiesewetter – bass; Andi Lettner – drums
Ola Egbowon & The Part of Soul – „A Tribute To Motown“
In dieser Show verneigen sich Ola Egbowon und die hochkarätig besetzte Band The Part of Soul, vor dem musikalischen Vermächtnis einer der wohl bekanntesten Plattenfirmen ever. Gegründet 1959 von Berry Gordy Jr., spielte Motown eine wichtige Rolle bei der Akzeptanz von so genannter „schwarzer“ Musik in Amerika. In den 1960iger Jahren prägte das Label den allseits beliebten Motown-Sound – eine Mischung aus Soul gepaart mit den für diesen Stil so bezeichnenden Pop-Elementen. In Tribute to Motown werden viele Songs der wichtigsten Motown-Acts geboten. So reicht das Repertoire von Legenden wie Stevie Wonder, Marvin Gaye, Al Green und Little Milton, über The Supremes, The Temptations bis hin zu den unvergesslichen The Jackson Five. Präsentiert wird eine durcharrangierte Show mit Hits wie Signed, Sealed, Delivered, Mercy, Mercy me, Let´s get it on, Move on up, Knock on Wood, Let´s stay together, Your love is lifting me higher, Sunny, If you don´t know me by now, I heard it through the grapewine und At Last, um nur einige zu nennen. Protagonist dieser Show ist Ola Egbowon, mit der wohl „souligsten“ Stimme Österreichs. Geboren in Lagos, der Hauptstadt von Nigeria, sang er schon als Kind in den dortigen Gospel-Chören. Nach seiner Gesangsausbildung und vielen Auftritten in zahlreichen Ländern, lebt er heute in Wien und arbeitete bereits mit nahezu allen namhaften Künstlern des Landes, wie z.B. Hubert Tubbs, Elias Meiri, Timna Brauer, Hansi Lang, Gary Lux, Monika Ballwein und Thomas Rabitsch. Auch ist er Teil des großartigen Superfly Radio Orchestras. Begleitet wird er von The Part of Soul, einer herausragenden All-Star-Band. Die Musiker sind in den wichtigsten Bands Österreichs vertreten. So hört man sie im Hot Pants Road Club, Count Basic, Superfly Radio Orchestra, Madrid de los Austria und vielen mehr. Und Achtung: Die Musik fährt ohne Umweg direkt ins Gebein! www.partofsoul.com
Besetzung: Ola Egbowon – Vocals; Werner Wurm – Trombone, Arrangement; Josef Burchartz – Trumpet; Manfred Franzmeier – Saxophone; Markus Marageter – Keyboards; Peter Panayi – Guitar; Jojo Lackner – Bass; Peter Kronreif – Drums
Arno Geiger – „Alles über Sally“ (Lesung)
Alfred und Sally sind schon reichlich lange verheiratet. Das Leben geht seinen Gang, allzu ruhig, wenn man Sally fragt. Als Einbrecher ihr Vorstadthaus in Wien heimsuchen, ist plötzlich nicht nur die häusliche Ordnung dahin: In einem Anfall von trotzigem Lebenshunger beginnt Sally ein Verhältnis mit Alfreds bestem Freund. Und Alfred stellt sich endlich die entscheidende Frage: Was weiß ich von dieser Frau, nach dreißig gemeinsamen Jahren? Arno Geiger, der international gefeierte Buchpreisträger aus Österreich, schreibt noch einmal den großen Roman vom Liebesverrat. Eine Geschichte von Ehe und Liebe in unserer Zeit. www.arno-geiger.de
„Man ahnt, wohin die Reise geht. Und doch steckt dieser in seiner ganzen Beiläufigkeit grandiose Roman, der geschickt zwischen seelenruhiger Gemächlichkeit und rabiater Zuspitzung hin und her schaltet, voller Überraschungen. Geiger gelingt etwas, was man kaum für möglich gehalten hätte: ein Abenteuerroman über die Ehe, den man ernst nehmen kann. Arno Geiger bewährt sich als Meister der Einfühlung.“ (Süddeutsche Zeitung)
„Wie Arno Geiger den entzauberten Blick der 52-jährigen Sally auf ihren Ehemann beschreibt, das ist feinsinnig und auf schöne Weise unerbittlich.“ (Frankfurter Allgemeine)
Arno Geiger, 1968 in Bregenz geboren, lebt in Wien. Bei Hanser erschienen die Romane: Kleine Schule des Karusselfahrens (1997), Irrlichterloh (1999), Schöne Freunde (2002), Es geht uns gut (2005), Erzählband Anna nicht vergessen (2007) und zuletzt der Roman Alles über Sally (2010). Für sein Werk erhielt er unter anderem den Friedrich Hölderlin-Förderpreis (2005), den Deutschen Buchpreis (2005) und den Johann Peter Hebel-Preis (2008).
Peter Mayer – Gitarre
Peter Mayer, geboren 1986 in Andorf ist Komponist und Gitarrist. Seine Stücke verbinden viele Möglichkeiten des künstlerischen Ausdrucks: Klangliche, räumliche, visuelle und körperliche Elemente werden in kompositorischer Weise zu einer zeitbasierten Erfahrung verschmolzen. Mayer interessiert sich für die Psyche des Publikums und dessen Auffassung von Zeit. Er collagiert in seinen Kompositionen traditionell narrative Elemente mit Passagen die Zeit in Frage stellen und verlangt dem Publikum so stets eine andere Auffassungshaltung ab. Klanglich und rhythmisch kennt Mayer keine Stilzwänge. Es finden sich in seinen Kompositionen sowohl Geräusche, als auch sehr harmonische Passagen wieder. Rhythmisch verwendet er sowohl eine freie, gestikulierende Sprache, als auch Groove, ungerade Taktarten und verschiedene Improvisationsframes. Peter studierte Gitarre an der Bruckneruniversität Linz und an der Hochschule für Musik Dresden. Danach absolvierte er sein Masterstudium in Komposition und Gitarre am California Institute of the Arts in Los Angeles. Als Gitarrist spielte er das Concierto de Aranjuez mit veschiedenen Orchestern in Deutschland, Österreich und Argentinien. Außerdem war er Mitlgied sämtlicher Rock-Metal-und Jazzformationen. 2005 gewann er den internationalen Wettbewerb Open Strings worauf die Debut-CD „Freakpop“ und eine Tour durch Deutschland und Holland folgten. Auch als Komponist ist Peter Mayer tätig: 2008 wurde das Performancestreichquartet Being Time in Österreich und dann in Los Angeles uraufgeführt. Das 55 –minütige Orchester-Happening Maiblümchen wurde 2009 am California Institute of the Arts premiert. Das Stück Makroperformance-a simple vision wurde im August 2009 von 35 Performern, 2 Baukränen, 2 Traktoren und anderen Objekten auf einem 1 Hektar großen Feld aufgeführt. Im April 2010 wurde das Stück Soulfly – für Kammerorchester und Papierflieger im Brucknerhaus Linz uraufgeführt. Gerade erst stellte Peter das Stück „Zeitlos Verwoben“ für 5 Wiener Pauken und eventuell ein Schaf fertig, welches im Juni 2010 von Thomas Lechner (Wiener Philharmoniker) uraufgeführt wurde. www.peter-m.net
The Holmes Brothers – „Feed My Soul“ (Soul, Rhythm & Blues, Gospel)
Ihr neuer Silberling, der sich nach Wendell Holmes` Krebserkrankung und Genesung intensiv mit den Themen Liebe, Zusammenhalt, Familie und Freundschaft auseinandersetzt, wird von allen wesentlichen Musikmagazinen und Kritikern gefeiert und als die beste CD des Kult-Trios bezeichnet! „Feed My Soul” ist vor 4 Wochen in den amerikanischen Billboard Blues Charts gleich auf Nr. 1 eingestiegen! „Nach drei Jahren Veröffentlichungspause bringt das Trio um die Brüder Sherman und Wendell Holmes und Kumpel Popsy Dixon mit „Feed my Soul“ wieder eine aktuelle Scheibe an den Start. Zählt man mit, ist es inzwischen die elfte CD seit 1990, dem relativ späten Zeitpunkt der Entdeckung des legendären amerikanischen Blues'n'Roots Trios von der Ostküste. Mit wenigen Ausnahmen stammt das Material von Wendell oder Sherman selbst, die Fremdnummern kommen u.a. von John Ellison, der mit „She's somekind of wonderful“ einen vielfach gecoverten Hit hatte (Something is missing), dem britischen Singer/Songwriter Paul Kennerley (You're the kind of trouble) oder den Beatles (I'll be back). Die musikalischen Zutaten sind wie gewohnt abwechslungs- und facettenreich aus Blues, Soul, Country, Gospel, Rythm'n'Blues, Rock und Balladen gemischt, gekrönt wird das Ganze wie immer von den außergewöhnlich guten stimmlichen Qualitäten der drei Herren. Das von der Singer/Songwriterin Joan Osbourne im Sommer letzten Jahres erstklassig produzierte Album verdient nicht zuletzt auch wegen seines sich auf aktuelle gesellschaftliche Vorgänge beziehendes Textmaterial zu überzeugen. Die drei Blues-Brüder, die bereits in den 60ern Acts wie Curtis Mayfield, Inez Fox, John Lee Hooker u.v.a. begleiteten, seit den 70ern ihre eigene steile Karriere feiern und mit Peter Gabriel, Van Morrison, Willie Nelson, Joan Osborne, Levon Helm etc. arbeiteten, kommen nach der überstandenen Krebs-Erkrankung von Wendell Holmes im Oktober 2010 zurück nach Österreich. Und leider, so wie es ausschaut, wird es die wohl letzte Tour der Holmes Brothers nach Europa sein. www.theholmesbrothers.com
Patricia Simpson, Steffi Paschke, Verena Scheitz – „Frauen ohne Gedächtnis“ (Musikkabarett)
Als „Frauen ohne Gedächtnis“ zeigen Patricia Simpson, Steffi Paschke und Verena Scheitz in ihrem ersten gemeinsamen Kabarettprogramm nicht nur mit scharfsinnigem Wortwitz sondern auch mit musikalischer Eleganz wie abwechslungsreich und herausfordernd das Leben dank einer Amnesie sein kann. Den besonderen Charme des Stückes macht wohl die gelungene Mischung aus: Kabarett, Theater und Musik. Patricia Simpson, die knapp zehn Jahren lang im A-cappella-Ensemble „Die Echten“ für den weiblichen Ton sorgte. Steffi Paschke, bekannt als Komödiantin des Kabarett Simpl-Ensembles ebenso wie als Schauspielerin und Kabarettistin. Die Dritte im neu gegründeten Frauentrio ist Verena Scheitz. Bis 2008 war sie die Bühnenpartnerin von Helmut Vavra bei Heilbutt & Rosen, mittlerweile verstärkt sie im ORF das Moderationsteam der Fernsehsendung „Winterzeit“.
Noch einmal zur Geschichte: Auf der Suche nach ihren Namen kommen die drei Frauen ohne Gedächtnis nach und nach zu einigermaßen verwertbaren Ergebnissen. Steffi Paschke, die sich gerne Angelique genannt hätte, fällt ihr wirklicher Name ein. Sie heißt Wiebke, wurde von der Mutter dominiert und lässt sich allen Indizien zufolge von ihrem Mann ziemlich herumkommandieren. Patricia Simpson verständigt sich darauf, dass sie Whitney, Britney oder Shakira heißen könnte, hört aber dann doch nur auf Klaudia. Schnell ist klar, dass sie Mutter von mehreren Kindern ist und ihrem Mann Patrick das Leben organisiert. Und Verena Scheitz gibt die bekannte Fernsehmoderatorin Anne Christine, unverheiratet und wenn überhaupt, dann mit ihrem Beruf liiert. Das Schicksal hat ihnen einen gemeinsamen Anwaltstermin samt Autounfall beschert. Doch auch in der Kleinkunst passiert nichts ohne Grund. www.frauenohnegedaechtnis.at
Theater 3samma – „nemanaund – eine Hinterlassenschaft in einem Stück“ (Theater)
Zwei Nachbarinnen balancieren zwischen liebgewordenen Gewohnheiten und modernen Herausforderungen. Verloren gegangene Beziehungen werden durch neuartige ersetzt. Aber wie das Leben so spielt, für nichts gibt es unbeschränkte Garantie. Was wenn die Dinge ins Laufen kommen und außer Kontrolle geraten? Das Stück „nemanaund“ wirft ein Thema auf, das nur all zu täglich ist und doch so gerne verdrängt wird, die Einsamkeit. Wenn wir doch nur den Umgang miteinander nicht verlernt hätten. Ja, wenn wir uns doch wenigstens auf uns selbst verlassen könnten….wenn wir immer so genau wüssten, wer wir sind. Theater 3samma verführt in ihrer zweiten Produktion ins Leben zweier einsamer Frauen, die so täglich an uns vorübergehen könnten.
Das Stück: Friederike Hinterberger hat ihr ganzes erwachsenes Leben mit Karli verbracht. Er war ihr Ein und Alles, bis es ihm einfiel abzutreten und sie alleine zurück zu lassen, jetzt ist er ihr Seliger.
Heidelinde Grubbichler hingegen ist eine Suchende. Ihre Angst aber verlassen zu werden, hindert sie daran sich einzulassen, bis sie zur erschütternden Erkenntnis gelangt, dass sie für niemanden eine Lücke hinterlassen würde. So als wäre sie nie gewesen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, heißt es und so konservieren sie Erinnerungen und meinen, sie können irgendwann dort weitermachen, wo sie einmal waren. Routine und Vertrautes helfen ihnen dabei, Neues wirft sie aus der Bahn. In ihrer Unfähigkeit mühen sie sich beide doch nach draußen zu gehen, weil das Leben eben immer schon weiter geht. So nehmen sie auch zum ersten Mal wahr, wer die Frau von nebenan ist. Oft schon sind sie aneinander vorüber gegangen, aber begegnet sind sie sich nie. Ihre zaghaften Annäherungsversuche sind jedoch bald von nachbarschaftlichen Rivalitäten und Eifersüchteleien bedroht und wie es drinnen aussieht, geht niemand was an. Können nun beide ihre Ängste, Gewohnheiten und Vorbehalte hinter sich lassen? www.theater3samma.at
Die beiden Schauspielerinnen, Brigitta Gschaider und Ruth Humer zeigen in „nemanaund“ zwei Figuren, die unterhalten, aber auch berühren. Ihre Ausbildung haben sich die zwei im Laufe der letzten Jahre sozusagen selbst zusammengestellt. Gschaider ist seit einigen Jahren als CliniClown tätig, Humer ist Figurentheaterspielerin. Über ihre Vorliebe zum Bewegungstheater haben sie sich kennen gelernt.
Eine gemeinsame Veranstaltung von Frauennetzwerk3 www.frauennetzwerk3.at und KiK
Georg Haderer – „Ohnmachtspiele“ (Lesung)
Georg Haderers zweiter Schäfer-Krimi – ein fesselndes Spiel mit Wahn und Wirklichkeit
Nebel, Kälte, Innenpolitik … als ob Major Schäfer nicht schon genug mit seinen Depressionen und Angstzuständen zu kämpfen hätte, treten ihm auch noch der Wiener November und ein reformwütiger Innenminister in die Rippen. Wie soll Schäfer unter diesen Bedingungen arbeiten – zumal in der Gerichtsmedizin neben zwei ertrunkenen Frauen auch noch die mumifizierte Leiche eines Drogensüchtigen liegt. Unfall, Unfall, Überdosis, so soll es in den Ermittlungsakten stehen, wenn es nach dem Polizeipräsidenten geht – nur keine überflüssigen Ermittlungen. Doch dass nicht nur mit dem toten Junkie etwas faul ist, steht für den sturen Schäfer fest. Bei seinen Untersuchungen entdeckt er Zusammenhänge, die auf einen Serientäter schließen lassen, der sich seine Opfer nach dem Schema eines Kartenspiels aussucht. Mit seiner Theorie steht Schäfer innerhalb der Polizei weitgehend alleine da – was ihn aber nicht daran hindert, mit seinen Ermittlungen in die Offensive zu gehen … Atemberaubende Spannung, rabiate Gesellschaftsanalyse und durchgeknallte Komik – Georg Haderers neuer Krimi zeichnet das nachdrückliche Bild eines unmenschlichen Systems, das sich nur mehr an Zahlen und Machterhalt orientiert.
Georg Haderer, geboren 1973 in Kitzbühel/Tirol, lebt in Wien. Nach einem abgebrochenen Studium und einer vollendeten Schuhmacherlehre arbeitete er als Journalist, Barmann, Landschaftsgärtner, Skilehrer und ist heute als Werbetexter Tätig. „Schäfers Qualen“, sein Debüt und zugleich erster Teil der Reihe rund um Polizeimajor Schäfer, sowie „Ohnmachtspiele“ erschienen bei Haymon.
www.georghaderer.com
Die lange Nacht des Kabaretts 2010 – Wir spielen, so lange sie wollen!
Die zwei tempo- und spaßreichen Frauen vom „Flüsterzweieck“, die absurd urkomischen „Buchgraber & Brandl“, das clownesk-skurrile Duo „Blözinger“ und der hochsympathisch pointierte Clemens Maria Schreiner bilden die neue „Lange Nacht des Kabaretts“. Freuen sie sich auf Highlights aus den aktuellen Soloprogrammen der größten Kleinkunsttalente des Landes, auf gemeinsam Ersonnenes und die legendäre Spielfreude in der „Langen Nacht“: Jeden Abend, so lange das Publikum will!
www.langenachtdeskabaretts.at
Clemens Maria Schreiner ist Kabarettist, Erzähler, Moderator und Schauspieler mit perfekt gesetzten Pointen aus genauen Alltagsbeobachtungen, sympathischer Lockerheit, enormer Bühnenpräsenz und großer schauspielerischer Wandelbarkeit. „Entertainer-Qualitäten scheinen ihm in die Wiege gelegt worden zu sein“ (Kleine Zeitung)
Die Stücke von Martin Buchgraber und Joachim Brandl sind teils absurd, meistens urkomisch und immer bewundernswert, gespielt mit hoher Präzision und großer Leidenschaft. Österreichischer Kabarett-Förderpreis 2009! „Eine höchst kurzweilige und entsprechend erfreuliche Bereicherung des Unterhaltungsangebots auf den heimischen Kleinbühnen" (Peter Blau für kabarett.at)
Robert Blöchl und Roland Penzinger (Blözinger) bieten herrlich clowneske Kleinkunstperlen, skurrile Ideen für humoristisches Neuland und wenn man sie erst kennen gelernt hat, rocken sie auch die Kabarettbretter des Landes. „Witzig, dramatisch und konsequent spielt das Duo gekonnt mit den Spektren des Humors.“ (Kronen Zeitung)
Die große Entdeckung des Grazer Kleinkunstvogel 2009 sind Ulrike Haidacher und Antonia Stabinger. Gemeinsam sind sie „Flüsterzweieck“ und haben viel Tempo im Blut, genug Blödsinn im Kopf und enorm Spaß im Gepäck. „Sie überzeugten die Jury mit ihrem Hang zum schrägen und zuweilen auch recht schrillen Humor.“ (Ö1, Contra)
Ernst Molden/Willi Resetarits/Walther Soyka
Ernst Molden, 42, und Willi Resetarits, 62, haben sich auf ein Packl gehaut. Der Schriftsteller und Journalist Molden, der sich in den letzten Jahren zu einem der interessantesten Songwriter der Stadt entwickelt hat, und der als Kurt Ostbahn (1985–2003) zu Wiener Weltruhm gelangte Resetarits haben gemeinsam das formidable Album „Ohne di“ aufgenommen. Was an „Ohne di“ zuerst auffällt, ist der Sound der Band. Eine Knöpferlharmonika, virtuos bedient von Walther Soyka, der viele Jahre bei Roland Neuwirth gespielt hat, akustische und elektrische Gitarre, weder Bass noch Schlagzeug. Dieses filigrane, musikalische Geflecht bietet dem Gesang von Ernst Molden und Willi Resetarits eine perfekte Basis. Zweitens der Gesang. Er ist ungeschönt und rau. Molden und Resetarits singen oft unisono, das ergibt leicht schwebende Melodielinien, manchmal wechselt der blendende Harmoniesänger Resetarits auch ins Zweite-Stimmen-Fach und lässt Moldens Refrains glänzen. Manchmal überlassen einander die beiden auch einen ganzen Song, wenn es richtig und notwendig scheint. So singt Molden das bezaubernde Liebeslied „De Blia“ solo zum Zucken seiner Gitarre, und das ist ein großer Moment auf diesem Album. Umgekehrt ist auch Resetarits’ Soloauftritt auf „Sog Wos d Wuesd“ von herzensbildender Kraft, und diese beiden Höhepunkte erzählen nur von den sentimentalen Spitzen von „Ohne di“. Drittens die Sprache. Die Songs sind von großer, poetischer Präzision. Molden kann genauso gut schmeicheln wie schimpfen, sein auf „De Beag“ platzierter Vorschlag, den Sender auf dem Kahlenberg zu schleifen, ist nicht nur witzig, sondern auch begründet. Es scheint, als ob Ernst Molden im Werkzeugkasten des Wiener Dialekts die Bausteine vorgefunden hat, mit denen er nach Belieben Stimmungen bauen kann und Gefühle erzeugen. Viertens die Zeitlosigkeit. „Ohne di“ ist nicht altmodisch und nicht modern. Es lehnt sich weder an die klassischen Sounds alter Blues- oder Soulgrößen an, kokettiert höchstens mit dem Wienerlied, traut sich Eigenständigkeit und Originalität zu. Prognose: „Ohne di“ kein zu erwartendes Ablaufdatum. Es tritt als Klassiker in seine Zeit. (Christian Seiler)
Die Band: Ernst Molden – Stimme, akustische und elektrische Gitarren; Willi Resetrits – Stimme, Mundharmonika; Walther Soyka – Knöpferlharmonika, Stimme